SqlParameter.Add() vs AddWithValue()
Der Großteil der Entwickler wird sich bei Datenbankabfragen sicher mit der Methode AddWithValue() angefreundet haben.
Man gibt nur noch den Namen des Sql-Parameters und den entsprechenden Wert an und das .Net Framework kümmert sich um den Rest.
using (var conn = new SqlConnection(@"ConnectionString zensiert"))
{
conn.Open();
string sql = "Select LastName FROM TestTable WHERE LastName = @l";
var cmd = new SqlCommand(sql, conn);
cmd.Parameters.AddWithValue("@l", "Harglgargl");
//selbes Ergebnis
//cmd.Parameters.Add("@l", "Meier");
object res = cmd.ExecuteScalar();
}
Ich würde erwarten, dass der SQL-Server schlau genug wäre und den Parameter korrekt auflöst.
Leider gibt es hier ein kleines Problem.
Führt man das Codefragment mit den Werten “Huber”, “Schmidt”, und “Harglgargl” aus würde man erwarten,
dass der SQL-Server einen bereits vorhandenen Ausführungsplan benutzt bzw. einen Plan für diese Abfrage erstellt und dann wiederverwendet.
Das Resultat sieht leider etwas anders aus:
Für jede Varchar-Länge wird ein eigener Ausführungsplan angelegt.
Die Auswirkungen werden bei einem genaueren Blick auf die Speicherausnutzung des SQL-Servers deutlich.
Mein Dev-Server sagt dazu auf jeden Fall Folgendes:
Cached: verwendeter Speicher um Seiten zu cachen
Stolen: Speicher der “gestohlen” wird um Ausführungspläne zu cachen
Das Verhältnis wird in den meisten Szenarien vernachlässigbar sein. Ich kann mir allerdings einige Umgebungen vorstellen in denen das Ganze zum Problem werden könnte.
Wie dem auch sei. Je mehr Speicher zur Verfügung steht um Seiten zu cachen umso besser
Die Lösung des Ganzen ist aktuell leider etwas umständlich. Man kann das Ganze umgehen indem man den Datentyp der entsprechenden Datenbankspalte angibt.
Leider ist das Ganze extrem lästig da es aktuell keine brauchbare Überladung gibt (Man kann sich natürlich eine schnitzen)…
using (var conn = new SqlConnection(@"ConnectionString zensiert"))
{
conn.Open();
string sql = "Select LastName FROM TestTable WHERE LastName = @l";
var cmd = new SqlCommand(sql, conn);
SqlParameter p = new SqlParameter("@l", System.Data.SqlDbType.VarChar, 1000);
p.Value = "Huber";
cmd.Parameters.Add(p);
object res = cmd.ExecuteScalar();
}
Tags: .NET, C#, Performance, SQL


